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1. Mai Demo 2018 in Zürich

1. Mai um 10:30 - 14:00

Der 1. Mai 2018 steht vor der Türe. Aktivist*innen der Betreuer*innengruppe «Trotzphase», der Pfleger*innengruppe «Stammkritisch Santé» und der «Bewegung für den Sozialismus» haben sich dazu entschieden, an der diesjährigen 1. Mai-Demonstration in Zürich unter dem Motto «Who cares?!» zu einem Pflege- und Betreuungsblock aufzurufen.

Who Cares?! Widerstand statt Burnout!

Die Berufsfelder Pflege und Betreuung haben viel gemeinsam – und vor allem auch gemeinsame Probleme: Die Arbeitsbedingungen werden prekärer und der ökonomische Druck wird stetig erhöht. Es wird gekürzt, privatisiert und abgebaut. Trotz der unbestrittenen Notwendigkeit von Care-Arbeit ist der gesellschaftliche Stellenwert und die Wertschätzung, die wir Pfleger*innen und Betreuer*innen erhalten, äusserst tief. Darauf wollen wir am diesjährigen 1. Mai in Zürich aufmerksam machen.

Ohne uns geht nichts!

Dass hilfsbedürftige Personen, seien es Kinder, Kranke, Betagte oder Beeinträchtigte, nicht sich selbst überlassen, sondern gepflegt und betreut werden, ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Eine Gesellschaft, welche diesem nicht nachkommt, hat ein grosses Problem.

Wir alle sind potenzielle Patient*innen in Spitälern, Pflege- oder Altersheimen. Wenn wir Kinder haben, sind wir darauf angewiesen, dass wir sie in Kitas und Betreuungseinrichtungen bringen können und wissen, dass sie sich dort in guten Händen befinden. Ohne Pfleger*innen und Betreuer*innen wäre das alles nicht möglich!

Gesundheit und Betreuung sind keine Waren!

In einer kapitalistischen Gesellschaft stehen die Bedürfnisse der Angestellten, sowie der Patient*innen und Nutzer*innen von Betreuungseinrichtungen denjenigen von privaten Investor*innen und Unternehmer*innen gegenüber. Die profitorientierten Unternehmen und ihre bürgerlichen Verbündeten in der Politik sehen im Gesundheits- und Betreuungssektor ein enormes Wachstums- und Investitionsfeld. Mittels Ökonomisierung, Privatisierungen und Sozialabbau versuchen sie dieses Feld stetig zu vergrössern. Diese Massnahmen führen zu erheblichen Risiken und Nebenwirkungen:

Sie stärken die Entwicklung einer Zwei-Klassen-Medizin. Behandlungen, Krankenkassenprämien und Kitaplätze werden immer teurer. Zudem führen diese Entwicklungen zu Angriffen auf die Löhne und die Arbeitsbedingungen der überwiegend weiblichen Angestellten im Care-Sektor. In der Pflege wird die Patientenzahl pro Pfleger*in erhöht, in Kitas sind Überbelegungen Standard. In beiden Bereichen herrscht Personalmangel. Die Arbeitsbelastung ist immens. Nur durch den Einsatz von unausgebildetem, günstigem Personal wie Praktikant*innen, Aushilfskräften und Lernenden kann diese Last getragen werden.

Bei Krankheit, Ausfall oder mangelnder Pflege/Betreuung plagt einem das schlechte Gewissen gegenüber den Mitarbeitenden und Patient*innen bzw. den zu betreuenden Kindern. Den berufsspezifischen und ethischen Grundsätzen kann so immer weniger nachgekommen werden. Folge davon ist eine so hohe Burnoutquote wie kaum sonst wo!

Schluss mit Privatisierung und Sozialabbau in der Betreuung und Pflege!

Am 1. Mai 2018 wollen wir Widerstand zeigen und uns gegen die Ökonomisierung, Sparmassnahmen und die prekären Arbeitsbedingungen im Care-Bereich wehren!

Für die 1. Mai Demo in Zürich treffen wir uns um 09:30 Uhr beim roten Ballon auf dem Helvetiaplatz in Zürich für den gemeinsamen Demo-Block «Who cares!? Widerstand statt Burnout!»

Am 1. Mai Fest Zürich am Samstag, 28. April 2018 um 14:30 Uhr findet im Glaspalast auf dem Kasernenareal ein Workshop zu den Berufserfahrungen und Widerstandmöglichkeiten von Pfleger*innen und Betreuer*innen statt.

Details

Datum:
1. Mai
Zeit:
10:30 - 14:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Helvetiaplatz Zürich
Helvetiaplatz
Zürich, 8004 Schweiz
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