Menu Schließen

Schweiz: Die Klimastreiks gehen weiter

Am heutigen Freitag, dem 18. Januar 2019, gingen in zahlreichen Schweizer Städten tausende Schüler*innen im Rahmen des „Klimastreiks“ auf die Strasse. Nachdem bereits im Dezember zweimal gestreikt wurde, war dies nun der dritte Aktionstag. Der Klimastreik wurde weiterhin hauptsächlich von Schüler*innen organisiert und konnte er sich über die Weihnachtsferien weiter ausbreiten.

von Cedric Stucki (BFS Zürich)

In Lausanne gingen schätzungsweise 8000 Schüler*innen auf die Strasse, in Zürich waren es 2000, in Basel auch mehrere hundert. Aber auch in kleineren Städten wie Solothurn, Aarau oder Baden versammelten sich hunderte Schüler*innen zu Kundgebungen und Demonstrationen. Zudem kam es auch in anderen Ländern zu Streiks und anderen Protesten. (In einigen Städten finden die Proteste erst am Nachmittag statt und konnten für diesen Bericht nicht berücksichtigt werden.)

Trotz einem Unterbruch durch die Festtage, zunehmendem Druck durch die Schulleitungen und gewissen Exponent*innen der Politik wurden durch den heutigen Streiktag ein weiteres Mal viele junge Menschen für das zentrale politische Anliegen des Kampfes gegen den Klimawandel mobilisiert. Die Bewegung wird auch weitergehen und sich weiterentwickeln. So sind für den 2. Februar weitere Demonstrationen angekündigt.

Weitere Eindrücke lassen sich auf unserer Facebook– oder Twitter– Seite finden.


In Zürich hat die BFS Jugend folgenden Flyer verteilt:

System change not climate change!

Der Kapitalismus bringt unseren Planeten zum Kochen. Dass die kompromisslose Ausbeutung von Mensch und Natur und ewiges Wachstum nicht nachhaltig sind, erkannte man bereits in den 1970ern – vor 50 Jahren! Seit 20 Jahren wäre es technologisch möglich, Kohle, Öl und Atomkraft vollständig durch erneuerbare und CO2-neutrale Energien zu ersetzen. Genug Zeit, eine Kehrtwende einzuleiten! Passiert ist fast nichts. Die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger*innen befeuern noch stets klimaschädliche Technologien, Entwicklungen und Lebensweisen, – siehe steigender CO2-Ausstoss. Die Schweiz – mit ihrem Klima-Retter-Image – ist Teil der internationalen Klimakiller-Connection. Zeugnis dafür sind aktuell die Veranstaltungen und deren Besucher*innen rund um das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, sowie zahlreiche ausbeuterische Rohstofffirmen mit Sitz in der Schweiz wie Glencore. Realisiert werden diese klimaschädlichen Investitionen dann durch den schweizerischen Finanzplatz, wie passend! Von Klimarettung keine Spur!

Obwohl es genug Aktionsfelder gäbe, beweist sich die schweizerische Politik unfähig einen Wandel einzuleiten. Solange der grünliberale Zürcher Stadtrat Andreas Hauri unseren Forderungen nicht nachkommt, müssen wir das Gespräch mit ihm verweigern.

Was können wir tun? Aktiv bleiben und die politischen Forderungen in die Öffentlichkeit tragen! Am 2. Februar 2019 finden schweizweite Demos gegen den Klimawandel statt.
Wenn die etablierten Politiker*innen nichts unternehmen, müssen wird das Ruder selbst in die Hand nehmen. Sprecht mit euren Mitmenschen, organisiert euch.

Schüler*innen, Student*innen, Arbeitende, Rentner*innen, wir sind alle gemeinsam vom Klimawandel betroffen. Deshalb müssen wir auch gemeinsam kämpfen – Für einen antikapitalistischen Klimaschutz!

Verwandte Artikel

1 Kommentar

  1. Schütz-Jäggi Irene

    Endlich nimmt „das Volk“ das Ruder in die Hand. Das Buch „Der Club of Rom“ hat die Probleme vor 40 Jahren detailliert beschrieben.Wo sind unsere Politiker, unsere Regierungen, die die längst notwendige Wende hätten einleiten sollen? Alle Generationen müssen global umdenken und endlich auch mit neuen Gesetzen uns und unsere Zukunft,unseren Heimatplaneten Erde retten! Alles ist uns nur geliehen, wir haben nicht das Recht alles zu zerstören. Papst Franziskus schreibt:“Macht euch der Erde untertan“!Eine koexistenzielle und kooperative Lebensweise zwischen den Menschen und der Schöpfung, eine sozialere Marktwirtschaft, eine solidarische globale Gesellschaft, die Menschheit, wir, alle Bewohner der Erde, müssen gegen Ausbeutung und Ungerechtigkeit im Dialog und im Handeln zusammenstehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert