Menu Schließen

Russische Revolution: Vom revolutionären Aufbruch zur bürokratischen Diktatur

Die russische Revolution von 1917 hat das 20. Jahrhundert wie wenige andere Ereignisse der Geschichte nachhaltig geprägt. Auch 100 Jahre später kann die Linke dieses Erbe nicht einfach abschütteln. Sie muss sich im Gegenteil mit dieser Episode aus der Vergangenheit kritisch auseinandersetzen, um Lehren für den Aufbau eines revolutionären Projekts im 21. Jahrhundert zu ziehen.
Ein ausgezeichneter Beitrag dazu leistet der Historiker Christoph Jünke. In einem bei der Organisation Aufbruch aus Österreich gehaltenen Vortrag geht er auf die komplexen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen nach der Revolution ein und nennt wichtige Ursachen für die bürokratische Konterrevolution. Dabei widerlegt er die Ansicht, dass der Stalinismus eine unvermeidliche Folge der Machtübernahme der Bolschewiki war. Nichtsdestotrotz weist er auch auf Fehler der Bolschewiki hin, die demokratische Rechte beschnitten, der Selbstbestimmung der Lohnabhängigen und Bauern zu wenig Platz einräumten und so teilweise der Entstehung der stalinistischen Herrschaft den Boden bereiteten. Die Tonaufnahme dieses Vortrags ist hier zugänglich. (Red.)

Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert